Selbstverständnis
Die Menschheit versinkt in Armut und Elend, die Umweltzerstörung bedroht das Leben von Milliarden, weltweit machen sich faschistische Bewegungen breit, die Kriegsgefahr zwischen den großen Mächten wächst. Wesentliche Ursache für diese Misere ist die Zurichtung von Mensch und Natur zum Zweck der Kapitalverwertung, dass alle Menschen zueinander in Konkurrenz gesetzt sind. Wir wollen eine andere Gesellschaft, in der alle mitentscheiden können, wie ihr Leben aussehen soll. Dafür braucht es einen Bruch mit dem Kapitalismus. Den wird es nur geben, wenn eine Mehrheit es will und sich organisiert, um diesen Kampf zu führen.
Verfahrensweisen
Leitlinien zum Umgang mit sexueller und sexualisierter Gewalt
Wir leben in patriarchalen Verhältnissen, das heißt auch in linken Zusammenhängen sind patriarchale, sexistische und frauenfeindliche Muster und Verhaltensweisen präsent. Wir wollen diese Verhaltensweisen reflektieren und zurückdrängen. Sexualisierte/sexuelle Gewalt, Übergriffigkeiten und Grenzverletzungen wollen wir in unseren organisatorischen Zusammenhängen nicht tolerieren und nicht verharmlosen. Als Gruppe oder Umfeld müssen wir kollektiv Verantwortung übernehmen und verantwortungsvoll handeln, ohne uns der Illusion hinzugeben, dass wir eine sexismusfreie Umgebung schaffen können. Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, die Gesellschaft zu verändern und die hegemoniale Männlichkeit, auch in uns, zu überwinden. Eine feministische Praxis zu entwickeln, heißt jede Form geschlechtsbezogener Ungleichheit, Dominanz, Unterwerfung und Ausbeutung zu bekämpfen. Diese Leitlinien sind Ergebnis eines umfassenden Reflexionsprozesses. Wir halten es für wesentlich, dass Gruppen proaktiv Positionen zum Umgang mit sexueller Gewalt entwickeln und diese transparent kommunizieren.
